Stiftskirche Geschichte

Vorgeschichte

1339 gründeten der Edelherr Konrad von der Mark und seine Frau Elisabeth von Kleve ein Clarissenkloster, das wenige Meter hinter der heutigen Kirche stand. 1864 brach man die Kirche wegen Bauschäden ab. Einige Kunstwerke wurden in die heutige Kirche übertragen.

Die heutige Stiftskirche

wird auch „Hörder Ziegeldom“ genannt (ca. 2 Millionen Ziegelsteine verbaut)

– älteste kath.Pfarrei im Dortmunder Süden

– Grundsteinlegung für die heutige neugotische Kirche am 5.Mai 1863 nach einem Entwurf des Dombaumeisters Arnold Güldenpfennig

– Weihe am 30.Mai 1865

– im 2.Weltkrieg schwere Beschädigungen, Wiederaufbau der Kirche nach Ende des Krieges

– 1961 Kirchenrenovierung, dabei wurde der prächtige Hochaltar zerschlagen

– 1985-95 nach 10 jähriger Großrenovierung erhält die Kirche ihr heutiges Aussehen, innen wie außen

– 1988 erhält der Turm eine neue Haube in ursprünglicher Größe

– 2008 bis 2009: erneute Sanierung der Kirche wegen Schwachstellen im tragenden Mauerwerk

 

Kunstwerke

– das Kreuz über dem Altar stammt aus dem 15.Jh.

– Die Überdachung der Sakristeitür mit dem Christuskopf stammt aus der Klosterkirche von 1339

– Nordportal rechte Seite: stehendes Epitaph des Diedrich von der Mark (starb 1398 bei einem Gefecht)

-Nordportal linke Seite: Wappensteine von Adelsgeschlechtern, die mit dem Kloster/ Stift in enger Verbindung standen

– Aus der Klosterkirche übernommen sind die aus dem 16.Jh. stammende Madonna (links vom Chor), die Hl.Clara (rechts vom Chor), Joachim und Anna (unter der alten Orgelbühne) mit später zugearbeitetem Marienkind.

– 14 Kreuzwegstationen hängen an beiden Seiten des Hauptschiffes. Sie wurden 1876 von Heinrich Repke geschaffen und in den letzten Jahren renoviert. Die 2005 aufgehängten Rosenkranzbilder des Künstlers Wilhelm Buschulte mussten weichen. Von ihm stammen sämtliche Fensterentwürfe.

 

Chorfenster

Die 3 oberen Fenster stellen Szenen aus dem neuen Testament dar. Gezeigt werden Ausschnitte aus dem Passions- und Osterevangelium.

Die 3 unteren Fenster zeigen die Vertreibung aus dem Paradies, eine Szene aus dem 2.Buch der Makkabäer (aus dem abgedeckten Feuer des Opferaltars bricht durch die leuchtende Sonne das Feuer empor) und einen kopfüber vom Himmel stürzenden Engel.

 

Die Orgel (damals und heute)

– Die erste Orgel der Stiftskirche wurde am 22.4.1866 unter Mitwirkung des damaligen Domorganisten von Paderborn und Münster in Gebrauch genommen; Orgelbauer war die Firma Randebrock aus Paderborn, 32 Register auf 3 Manualen und Pedal

– 1906 Umgestaltung der technisch veralteten Orgel durch die Firma Stockmann aus Werl

– 1928 Orgelneubau durch die Firma Feith aus Paderborn, 45 Register; die Orgelkammer wird aus Platzgründen ins Gewölbe verlegt.Die Orgel und Kirche werden im 2.Weltkrieg zerstört bzw. schwer beschädigt

– …..

– 19.12.1965 Orgelweihe, neues Instrument durch die Firma Stockmann aus Werl, 35 Register auf 3.Man. und Pedalwerk

– 16.12.1995 Orgelweihe, teilweise neues Instrument durch die Firma Stockmann unter Verwendung von Registern der Vorgängerorgel (s.Kirchenmusik)

Quelle: teilweise aus dem Faltblatt „Stiftskirche St.Clara, Hörde“ von Hrn.Garth; eigene Quellen