Hilfe bei häuslicher Gewalt

in dieser Zeit des ausgesetzten Schulunterrichts, des Homeoffices und des Konatkverbots sind wir viel Zuhause. Das Zuhause ist aber all zu oft kein sicherer Ort und gerade in der aktuellen, einengenden Situation steigt die Gefahr für Frauen und Kinder, häusliche und sexualisierte Gewalt zu erfahren.
Während das Gewaltrisiko steigt, fallen Verletzungen oder Unterstützungsbedarfe von Betroffenen weniger auf, wenn Betroffene z.B. nicht mehr in die Schule, zur Arbeit oder in den Sportverein gehen.
Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die von Gewalt im direkten sozialen Umfeld betroffen sind, kann die aktuelle Situation bedeuten, Täter*innen ständig ausgeliefert zu sein.
Betroffene und Bezugspersonen müssen das nicht ertragen und alleine durchstehen. Unterstützung und Hilfe bei sexualisierter oder häuslicher Gewalt steht weiterhin zur Verfügung. Fachberatungsstellen und andere Hilfseinrichtungen sind auch weiterhin telefonisch und online erreichbar und unterstützen im Einzelfall.
Außerdem stehen Hotlines für Betroffene und Bezugspersonen zur Verfügung, an die sie sich kostenfrei und bei Bedarf auch anonym wenden können.

Hotlines
Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 08000 116 016: www.hilfetelefon.de
Hilfetelefon sexueller Missbrauch: 0800-22 55 530: www.nina-info.de/hilfetelefon.html
Online-Beratung für Jugendliche: www.nina-info.de/save-me-online
Telefonseelsorge Dortmund: 0800-11 10 111 / 0800-11 10 222 http://www.telefonseelsorge-dortmund.de/

Beratungsstellen und Hilfsangebote vor in Dortmund:
Frauenberatungsstelle Dortmund: 0231 521008: www.frauenberatungsstelle-dortmund.de
Frauenhaus Dortmund: 0231 800081;
Frauenhäuser in NRW: www.frauen-info-netz.de


Psychologischer Beratungsdienst der Stadt Dortmund bei allen Fragen zu Erziehung und Familie:
https://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/familie_und_soziales/jugendamt/hilfe_und_beratung/beratungsstellen_jugendhilfedienste/beratungsstelle_hoerde/index.html

oder

https://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/familie_und_soziales/jugendamt/hilfe_und_beratung/beratungsstellen_jugendhilfedienste/index.html

Es wird hier auch zu einer solidarischen Nachbarschaft aufgerufen!
Es ist wichtig, nicht wegzuschauen, sondern Zivilcourage zu zeigen und z.B. Betroffenen Unterstützung anzubieten oder sich selbst über Hilfsangebote zu informieren.
Auch Unterstützungspersonen können sich Hilfe holen und beraten lassen, wenn sie unsicher sind, wie sie Betroffene unterstützen können.

Hier finde Sie die Stellungnahme des bff (Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe Frauen gegen Gewalt e.V.) , die auf den Zusammenhang von Ausgangsbeschränkungen und vermehrter häuslicher Gewalt eingeht:

https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/aktuelles/nachrichten/nachricht/coronakrise-wenn-das-zuhause-kein-sicherer-ort-ist.html